Osterhase im November. Weihnachtsmann im Juli. Erdbeeren im Januar.

Es ist Februar und es gibt sie schon seit ein paar Wochen im Supermarkt zu kaufen: Erdbeeren.
Ich selber bin sicher nicht das größte Vorbild in Sachen “saisonal einkaufen”, aber ehrlich mal, Erdbeeren? Im Februar?? Mal ganz ab von Transportwegen, CO2 Austoß und allem anderen: Das schmeckt doch nicht! Was bringt mir eine Frucht, die innendrin und obenrum noch weiß (oder gar grün) ist und auf die ich erst Esslöffelweise Zucker kippen muss, damit sie nach etwas schmeckt? Eine Erdbeere muss dunkelrot sein. Saftig. Sie muss nach Erdbeere riechen und sie muss ohne alles danach schmecken. Wenn ich eine Erdbeere esse, dann muss mich die Sonne an der Nase kitzeln und nicht die warme Heizungsluft!

Ich weiß, saisonal und regional kaufen ist nicht immer einfach und ich habe auch keine Lust, den ganzen Winter mit Kohlrüben und Kartoffeln rumzubringen. Aber es tut wirklich nicht weh, diese Dinge wenigstens ein bisschen im Auge zu behalten. Und Produkte wie Erdbeeren, Spargel oder Pfirsiche gehören nicht in den Winter. Sie gehören in den Frühling und den Sommer – euer Gaumen wird es euch danken. Und das Klima auch.

Zum weiterlesen:
Saisonkalender (mit Rezepten) für heimisches Obst und Gemüse bei Brigitte und ein Saisonkalender (mit Hinweisen zur Lagerung der Produkte und ebenfalls Rezepten) bei Alnatura.
Ebenfalls bei Alnatura ein Artikel zum Thema “Klimafreundlich essen”.


Was essen ohne Hunger?

Wie das Leben so spielt:
Zwei Tage nach meinem Neustart wurde ich krank. Was genau es war, weiß ich nicht, es fühlte sich an wie Magen-Darm und entzündete Nebenhöhlen gleichzeitig.
Inzwischen geht es mir schon wesentlich besser. Was aber geblieben ist, ist die Appetitlosigkeit. Ich muss jeden Tag kämpfen, um auch nur ansatzweise die erforderlichen (gut) 2000kcal zu erreichen. Was zur Folge hat, dass ich meist abends da sitze und nach verwertbarem suche, mit dem ich “auffüllen” kann. Ich versuche das nicht mit Süßkram zu machen, sondern mit Obst oder Naturjoghurt. Was trotzdem zu einem völlig überfressenen Gefühl am nächsten Morgen führt und bestimmt nicht zu einem gesunden Frühstückshunger beiträgt.

Es ist auch nicht nur die Appetitlosigkeit, ich habe dazu auch wenig Hunger und schaffe nur kleine Portionen. Muss mir eine zweite Scheibe Brot teilweise wirklich reinzwängen.

Wenn ich sicher wüsste, dass das nur noch Nachwirkungen von den Tagen an denen ich flach lag sind, wäre es ja okay. Aber ich frage mich, ob das mit der Schilddrüse bzw der Medikamentenerhöhung zusammen hängen kann? Aber müsste ich nicht eher mehr Appetit haben dann als weniger? Oder entwickelt mein Körper gerade aufgrund der Medikamente endlich ein normales Hunger- und Sattgefühl?

Fragen über Fragen.

Vielleicht muss ich mir einfach angewöhnen, mehr und öfter zu essen und dafür kleinere Mahlzeiten.

Und noch was schönes: Mandelschokolade. Das kann auch einfach mal für sich stehen.


Büroessen

Die ewige Frage:
Was essen andere im Büro?

Auch ohne Diät: Ich mag unsere Kantine nicht. Ich koch mir lieber abends selber etwas, das schmeckt wirklich besser. Wir haben zwar eine recht gute Salatbar, aber trotzdem … Kantine bleibt Kantine. Ich bin schnellem und fettigem Essen wirklich nicht abgeneigt, aber wenn Junk, dann bitte richtig. Die Kantine schmeckt nicht und man hat vor allem eine Stunde später schon wieder Hunger. Das kann’s nicht sein!

Also, was dann?
Ich habe schon TK-Gemüse mit CousCous angerührt. Ich hatte eine Ramen-Phase. Ich habe mir eine Zeit immer ein Brötchen vom Bäcker geholt. Oder Salat von der Dönerbude. Oder …

Mir morgens Brote zu schmieren, darauf habe ich keine Lust und auch keine Zeit dafür. Reste mitnehmen ist mal ganz nett, aber mir eigentlich auch viel zu viel.

Derzeit sieht es so aus:
Ich komme ungefrühstückt an und nach der ersten Runde Mails und Post stehe ich erstmal in der Küche und schnibbel mir mein Müsli zusammen (Bio-Basismüsli mit Obst und Joghurt). Das hält eine Weile, vor allem, wenn ich erst ein bisschen später dazu komme. Es gab auch eine Phase, da habe ich eine Buttermilch als Frühstück getrunken. Und die Phase, in der es Fruchtmolke gab. Der aufmerksame Leser mag es erkannt haben: Ja, ich bewege mich von Essensphase zu Essensphase.

Auf jeden Fall also derzeit morgens Müsli. Am Mittag dann eine Runde spazieren gehen und ein Brötchen kaufen. Das schmiere ich mir wieder im Büro dann selber und dazu gibts dann Gemüse oder auch einen kleinen – auch meist schnell selber zusammen geschnibbelten – Tomatensalat. Zum Glück haben wir diese Kapazitäten …
In der Schublade lagern Not-Balisto und Instant-Snacks, wenn der Schokohunger mich plagt oder es doch was Warmes sein muss. Muss allerdings selten.

Ob das wirklich das Wahre ist? Aber so lange ich zu Hause keine Zeit für Vorbereitungen investieren will, wohl der beste Kompromiss.

Oder?


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